Perspektivenwechsel

«Einsamkeit hängt heutzutage über unserer Kultur wie dichter Smog», schreibt Johan Hari in «Lost Connections».

Im neuen Homereport 2019 des Zukunftinstituts wirft die Wohn-Expertin Oona Horx-Strathern einen kritischen Blick auf die Veränderungen unserer Lebensräume und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Im dazu gehörenden Trenddossier stellt sie die Frage «Wie können wir Lebensräume gestalten, die Platz für menschliche Interaktionen schaffen?» und zeigt die Möglichkeiten klug gestalteter Lebensräume auf.

«Verbindungen schaffen – Gemeinschaft fördern.»

Oona Horx-Strathern, Quelle: Homereport 2019, Zukunftsinstitut.de

In der Map wird der Wandel noch deutlicher. Vom privaten, höchst individuellen Rückzugsort geht der Wunsch hin, sich in der Gemeinschaft wohlzufühlen. Trends wie Co-Living, Co-Working, Shared Spaces, Neighbourhood oder Mehrgenerationen Communities unterstreichen dieses neue Lebensgefühl. Ein weiteres Thema von Bedeutung ist die Nachfrage von bezahlbarem Wohnraum. Wo wir wohnen verliert an Bedeutung. Das Wie wird immer wichtiger. Es geht zukünftig weniger um den physischen Ort – ob Stadt oder Land – sondern um den Wohlgefühl-Zustand.

Co-Working, die neue Arbeitsform, wo man sich Räume teilt und austauscht.

Hygge – beschreibt die Gemütlichkeit und Heimeligkeit in den eigenen vier Wänden. Es ist jedoch kein Rückzug in die Isolation, sondern setzt auf Gemeinschaft und Geselligkeit mit Freunden und Familie. Hygge bedeutet, sich einen Rückzugsort zu schaffen, an dem die einfachen Dinge des Lebens gefeiert werden. Es geht um positive Erlebnisse auf Basis eines Miteinanders, um das Gefühl von Dankbarkeit, Geborgenheit und Entspannung.

Quelle: www.zukunftsinstitut.de/artikel/zukunftsreport/der-hygge-trend

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